Die Spiele der Ausstellung von 5000 v.Chr. bis 1970

Natürlich ist es nur ein kleiner Ausschnitt aus der Geschichte der Spiele, aber jeder fängt mal klein an! Wir haben die Geschichte ganz nach unserer "KULTUR & SPIEL" Sichtweise aufgebaut.


Auf den Ausstellungplakaten und den Schaustücken wirst du immer wieder auf kleine rote Kreise mit Nummern stoßen! Genau an diesen Nummernkreis halten wir uns auch hier auf der Webseite! Du kannst dich also während deines Ausstellungsbesuches im Wissensturm auch im Internet schlau machen!


Nachdem die Kultur und das Spiel in der Geschichte der Menschheit immer Hand in Hand gegangen sind, ist es nur logisch, dies auch in der Jetztzeit so zu handhaben. Wir haben hier eine kleine KREUZ UND QUER Zusammenstellung für Euch!

 

Brettspiele gibt es vermutlich seit mehr als 4000 Jahren. Es waren Spiele, die man in den Sand gezeichnet hat oder die man auf Holz malte. Im Ägypten der Pharaonen erfreute sich das (Nr. 3) Senet-Spiel großer Beliebtheit. Anfangs dürfte es sich um ein rituelles Spiel gehandelt haben, welches sich erst später zu einem unterhaltsamen Gesellschaftsspiel entwickelte.

 

Das erste schriftliche Zeugnis über Brettspiele im europäischen Bereich gibt es vermutlich ab dem 13. Jahrhundert. Zu den bevorzugten Spielen gehörte das (Nr. 4a) Mühlenspiel. Eine andere, weit ältere Mühlespielvariante, das man auch heute noch unter dem Namen (Nr. 4b) Rundmühle kennt, war auch schon in der Antike bekannt!

Archäologische Entdeckungen belegen, dass das Spiel mit den (Nr. 1) Würfeln schon über 5000 Jahren die Menschen faszinierte. Es zählt somit zu den ältesten Glücksspielen. Auch die Römer waren leidenschaftliche Würfelspieler und spielten um Geldeinsätze.

 

Das (Nr. 2) Murmelspiel ist auch um vieles älter als das Brettspiel. Vermutlich ist es mindestens genauso alt, wenn nicht viel älter, wie die ersten Würfel. Das Murmelspiel dürfte damit das älteste "Aktivspiel" der Welt sein!

 

Das Würfelspiel war verpönt weil er gottesfürchtige Menschen von ihrem Tagwerk ablenkte. Es gibt viele Abbildungen aus dem Mittelalter wo die Würfelspieler oft in Gesellschaft des Teufels zu sehen sind. 

 

Um das 15. Jahrhundert kamen, in Europa, nun auch die ersten Glückspielen von Würfel und Brettspielen auf. Bei den Würfel-Brettspielen galt nicht nur die Punktzahl, es musste außerdem eine Aktion auf dem Brett ausgeführt werden.

 

Im 16. Jahrhundert wurde das (Nr. 18) Gänsespiel in Europa bekannt. Es war zunächst ein reines Glücksspiel und wurde später zu einem bevorzugten Kinderspiel, aus dem sich weitere Variationen sogenannter Spiral- und Laufspiele entwickelten.

 

Im 14. Jahrhundert kamen die (Nr. 17) Karten aus dem Orient nach Europa. Auch sie wurden anfangs, wie die Würfel, mit dem Teufel in Zusammenhang gebracht. Die Spielkarten wurden als „Das Gebetsbuch des Teufels“ bezeichnet. Da fällt mir gleich unser Bastelspiel (Nr. 17b) „Die teuflische 13“ ein. Die Spielkarten wurden sehr schnell von allen Schichten angenommen. In der Oberschicht lösten sie sogar fast ganz das Würfelspiel ab, da es nicht mehr standesgemäß war.

Das Würfelspiel blieb also in erster Linie den Bauern und Soldaten vorbehalten. Das aber hinderte die Oberschicht nicht daran ihre Liebe zum Würfelglückspiele, z.B. das (Nr. 21) Eulespiel, weiterhin auszuleben!

 

Im 18. und 19. Jahrhundert kam wegen dem Spielen in der Freizeit Kritik von Seiten des Bürgertums auf. Das änderte sich, als das Spielen in Zusammenhang mit aufklärerischer Pädagogik gebracht wurde. Es kamen zum Beispiel Post- und Reisespiele auf den Markt, die geografische Kenntnisse vermittelten. Bei Spielen für Kinder wurde auf die Verbesserung von Lese- und Rechenfähigkeiten Wert gelegt. Besonders kam das auch bei den (Nr. 24) Frage & Antwortspielen vor. Wichtig ist es aber auch das der Spaß Faktor bei einem Spiel nicht zu kurz kommt!

 

Neben den vielen, fast unüberschaubaren Neuheiten sind weiterhin Spieleklassiker wie (Nr. 23) Mensch ärgere dich nicht, Vier gewinnt, (Nr. 14) Schach, (Nr. 25) Hüttchenfangspiele, Malefix, (Nr. 4) Mühle, (Nr. 16a) Fuchs und Henne, Romme, Canasta oder (Nr. 22) DKT gefragt.

 

Um sich einen kleinen Überblick zu beschaffen, gibt es in Linz und Umgebung viele Partner und Spieletreffs von KULTUR & SPIEL! Hier bekommt man die Spiele erklärt und man hat auch  die Möglichkeit sie vor Ort auszuprobieren!

 

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LinzCON 17, VH Keferfeld Oed-Linz, am 19.05. und 20.05.2017! Freier Eintritt!

TraunCON 17, Traunerhof in Traun, von 24.05. bis 28.05.2017! Freier Eintritt!

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